Unsere Bewohner*innen: Camila und Robert

Fotos: Max Merz



Wir wohnen nun schon seit 5 Jahren in der Elsenstraße 75.

Eingezogen sind wir zu zweit, wissend, dass wir bald zu dritt sein werden. Die Elsenstraße 75 wurde unser erstes eigenes Zuhause.

Hier haben wir uns als kleine Familie zusammengefunden, haben schlaflose Nächte durchmacht, einen Kitaplatz in fußnähe gefunden und haben viele Trotzphasen im Kleinkindalter durchlebt. Immer mit dem Wissen, dass unsere Nachbarn Verständnis für lautes Kindergeschrei haben und man auch mal die Waschmaschine erst kurz vor Mitternacht anmachen darf. Weil man seine Nachbarn kennt, mit ihnen reden kann und diese sehr wohlwollend zu uns sind.

Mittlerweile sind wir sogar zu viert. Die Betreuung im Wochenbett hat meine Nachbarin, eine Hebamme aus dem Vorderhaus übernommen. Und auch wenn offiziell keine Hebammenbesuche mehr anstehen, bei Begegnungen im Hausflur oder beim Abholen von bestellten Paketen, kommt man immer wieder ins Gespräch und kann sich wertvolle Baby-Tipps abholen.

Die Elsenstraße 75 ist unser zu Hause.

Hier fühlen wir uns sicher. Kaum zu glauben aber wahr: Hier wurde uns noch nie ein Fahrrad geklaut, kein Kindersitz, kein Licht. Und das in Berlin. Hier helfen wir Nachbarn uns gegenseitig. Füttern unsere Katzen, wenn einer im Urlaub ist, oder gießen die Pflanzen und sind nicht böse, wenn die Orchidee dies dann doch nicht überlebt.

Hier fühlen wir uns wohl. Mit unseren Nachbarn. In der Elsenstraße 75.

Robert und Camila

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