Unsere Bewohner*innen: Anna und Nicolai

Fotos: Max Merz

Als wir uns die Wohnung, in der wir jetzt seit acht Jahren leben, angeschaut haben, waren wir sofort verliebt. Wir verstanden uns super mit der damaligen Mieterin und sie würde uns der Hausverwaltung als Nachmieter vorschlagen. Allerdings fehlte noch eins: „Jetzt gehen wir nochmal kurz nach nebenan und klingeln bei meiner Lieblingsnachbarin, Frau L., die muss Euch auch mögen!“ Mit Frau L. lief es super und zwei Monate später zogen wir ein. Seither hat sich dieses Grundgefühl gegenüber den Nachbarn im Haus bei uns gehalten.

Bei gut 50 Parteien kennen wir natürlich nicht alle, aber die meisten sehen wir öfter im Flur oder im Hof, oder beim Pakete abholen. Man hilft sich gegenseitig und ist freundlich zueinander. Unten im Flur gibt es ständig Dinge zu verschenken, die jemand nicht mehr braucht, manchmal leiht man sich eine Leiter.

Wir sind nach bzw. während unseres Kunststudiums in Bremen nach Berlin gezogen, und waren in den ersten Jahren unserer beruflichen Selbstständigkeit froh, so ein freundliches und sicheres Zuhause gefunden zu haben. Anna ist weiterhin Malerin und Zeichnerin, während sich Nicolais Tätigkeit zum Gitarrenbau und zur Musik verschoben hat.

Die Mieterschaft im Haus ist für Neukölln sehr bunt gemischt. Und das soll so bleiben. Hier wohnen Leute seit 6 und seit 60 Jahren. Wir schätzen das. Else 75 bleibt!

Anna und Nicolai

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