Fanpost von Johanna

Heute hatten wir eine schöne Nachricht im Postfach. Auch wenn wir in unserem Haus bleiben wollen, freuen wir uns, dass uns Johanna ein neues Haus gemalt hat! Sie wünscht uns viel Erfolg und Energie für unseren Einsatz gegen den Verkauf unseres Hauses.

Dankeschön, Johanna!

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Unsere Bewohner*innen: Herr Daniel

Mein Leben lang habe ich als Buchbinder gearbeitet. Ich bin mit 60 Jahren in Rente gegangen, was ja heute nicht mehr geht.

Weil mein altes Zuhause in der Flughafenstraße abgerissen wurde, zog ich mit meiner Frau Elsbeth im Juni 1984 in unsere Wohnung in der Elsenstraße 75. Wir haben uns sehr gefreut, meine Frau wollte schon immer Ofenheizung haben.

Meine Frau ist nun vor fünf Jahren gestorben. Ich besuche regelmäßig ihr Grab auf dem St. Jacobi Friedhof ganz in der Nähe. Meine Mutter liegt dort auch begraben. Müsste ich ausziehen, wäre dies schlimm für mich.
Ich lebe gerne hier im Kiez. Mein zweites Frühstück nehme ich im Rathaus Neukölln ein. Mittags esse ich dann gerne beim Fleischer im Kunger Kiez, direkt um die Ecke. Auch zum Seniorentreff am Ostkreuz ist es nicht weit.
Hier bin ich zu Hause.

Ich mag es mit jungen Leuten im Haus zu wohnen, auch wenn ich manchmal über sie verwundert bin.: wie z.Bsp. dass sie ihre Schuhe im Treppenhaus stehen lassen, oder so oft hastig mit einem kurzem „Hallo“ an mir vorbeirennen, da denke ich dann: „ich bin doch kein „Hallo“. Ich bin Herr Daniel!“

Alle Nachbarn sind in Ordnung. Alt und Jung beisammen.

Wenn ich mein Zuhause verlieren würde, hieße das für mich: Chaos. Wohin mit all meinen Möbeln. Wo soll ich denn hin? Nach Marzahn, in die Klitsche? Hochhäuser mag ich nicht. Nach Marzahn will ich nicht. Dort ist es so unpersönlich.

Ich wünsche mir vom Bezirksstadtrat Biedermann und allen anderen Politikern, dass sie nicht nur blabla wie der Papst machen, sondern, dass den Worten Taten folgen.

Ich bitte um Beistand im Internet. Dass die ganze Welt weiß, was mit uns gemacht wird. Ich möchte nicht, dass das Haus ein Spekulationsobjekt wird!

Dieter Daniel 

Fotos: Max Merz

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Else 75 Bleibt!

Wir haben keinen Bock uns aus unserem Haus verdrängen zu lassen, wir haben keinen Bock auf “Modernisierungen”, wir haben keinen Bock auf luxemburgische Investoren, wir wollen hier einfach in Ruhe wohnen! Deswegen haben wir unsere Meinung heute auf Transparente gemalt und sie an unsere Balkone gehängt. Stoppt den Ausverkauf der Stadt! Die Häuser denen die drin wohnen!

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