Unsere Bewohner*innen: Familie Pfeffer

Wir, die Familie Pfeffer wohnen seit 1985 in der Else75. Wir haben hier unsere Kinder großgezogen und unseren Lebensmittelpunkt.

Da aus den bekannten Inselgründen West-Berlins die Renten nicht sehr üppig ausfallen, sind steigende Mieten ein Riesenproblem und ein Weg in die Altersarmut!

Dies zu verhindern sollte ein Anliegen aller Beteiligten sein!

Viele Grüße.

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4. Bewohner*innen Treffen

Beim gestrigen Bewohner*innen-Treffen stand unser für den 24.03. geplantes Hoffest im Vordergrund. Wir haben einige schöne Ideen, wie wir unsere Hausgemeinschaft mit Nachbar*innen aus dem Kiez vereinen können. Für unser Hoffest planen wir einen Siebdruckstand, an dem man sich T-Shirts und Beutel mit unserem Eichhörnchen-Logo drucken lassen kann. Außerdem soll es Brezeln aus der benachbarten Endorphina-Bäckerei geben und natürlich Kaffee, Bier, Musik und was sonst noch alles dazu gehört. Am Mittwoch werden wir die abschließenden Details klären, um euch dann final einladen zu können.

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Plakataktion

Wir sind immer noch fleißig am Plakate und Transparente malen, so auch vergangenen Samstag wieder. Einige der Plakate sollen ihren Platz an verschiedenen Wänden und Objekten im Kiez finden. Leider hat uns bisher das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Fotos: Max Merz

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Unsere Bewohner*innen: Jan und Iris

Wir, Jan und Iris, sind Geschwister. 2014 sind wir in die Elsenstraße 75 eingezogen, in zwei übereinanderliegende Wohnungen. Das fanden wir schon damals einen echten Glückstreffer, obwohl wir da noch gar nicht wussten, dass wir neben einander auch noch jede Menge andere tolle Nachbarn bekommen: Alte und junge, einige mit denen man gerne mal länger am Fenster schwatzt und weniger redselige, die dann aber plötzlich mit den entscheidenden Tipp zur Reparatur des Briefschlitzes um die Ecke kommen.

Vorher haben wir zusammen in einer Wohnung gewohnt – 3km weiter nördlich und gefühlt genauso weit weg von den Menschen in der Wohnung nebenan – und manchmal gezankt, darüber wer staubsaugt oder einkaufen geht… Heute leihe ich mir den Staubsauger meiner Schwester und vom Einkauf bringe ich ihr Schokolade mit, die ich dann durch den Briefschlitz in der Tür stecke.

Iris hat Archäologie studiert, aber anstatt nach verlorenen Schätzen zu graben, arbeitet sie schon eine ganze Weile in einem Verlag in Kreuzberg. Von der Elsenstraße zu ihrem Büro ist es ein schöner Spaziergang am Kanal entlang. Mich hat es erst vor Kurzem aus der Holzrestaurierungswerkstatt auch an einen Schreibtisch gezogen. Die Leute geben nicht mehr so gerne Geld aus um Altes zu bewahren… In meiner Wohnung habe ich mir jedoch – über dem Schlafzimmer meiner Schwester – eine kleine Holzwerkstatt eingerichtet. Die soll bleiben, genau wie all die anderen Räume in diesem Haus und vor allem auch deren Bewohner!

Jan (und Iris) H.

Fotos: Max Merz

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Update zum Kaufvorgang

Wir wissen nun seit mehr als 3 Wochen das unser Haus verkauft wurde. Jedoch wissen wir immernoch nicht, an wen. Durch dieses Unwissen gibt es eine große Unsicherheit bei uns Bewohner*innen. Mit Blick auf den Berliner Wohnungsmarkt wird diese Unsicherheit noch verstärkt. Bei vielen anderen Häusern in Berlin wurden die Bewohner*innen nach einem Verkauf ihres Hauses durch Sanierungen und steigende Mieten verdrängt. Auch in unserem Haus würden steigende Mieten viele von uns zwingen, ihr Zuhause zu verlassen. Dies ist zutiefst beunruhigend für uns.

Die Intransparenz der Transaktion des Hauskaufs ist für uns als Betroffene problematisch. Es wäre wünschenswert, wenn wir als Bewohner*innen wüssten, wer unsere potentiellen neuen Eigentümer*innen sind. Auch wenn sich durch dieses Wissen nichts an unserem Eintreten für unsere Hausgemeinschaft ändern würde, so wüssten wir doch zumindest, wer uns gegenübersteht.

Allerdings wissen wir, dass die Abwendungsvereinbarung abgelehnt wurde. Mit der Abwendungsvereinbarung hätten die neuen Eigentümer*innen zumindest für eine gewisse Zeit etwas Sicherheit für unsere Wohnbedingungen gewährleisten müssen, indem sie sich verpflichten, bestimmte Vorgaben bezüglich Sanierung und Mieterhöhungen einzuhalten. Die Ablehnung dieser Abwendungsvereinbarung und ein Gegenvorschlag mit sehr kurzer zeitlicher Bindung lässt uns vermuten, dass die neuen Eigentümer*innen ein großes wirtschaftliches Interesse an unserem Haus haben. Auch deshalb befürchten wir nun, dass unser Haus zu einem Spekulationsobjekt gemacht werden soll und es den Käufer*innen um kurzfristige Spekulationsinteressen geht.

Doch egal wer die neuen Eigentümer*innen sind, wir wünschen uns, dass unser Haus von einer städtischen Wohnungsgesellschaft oder einer Genossenschaft gekauft wird. Dadurch würde uns unsere Unsicherheit und unsere Befürchtungen genommen. Denn nur so kann langfristig gewährleistet werden, dass wir, die Bewohner*innen, so wie wir jetzt sind, in der Else75 bleiben können!

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3. Bewohner*innen-Treffen

Gestern hatten wir ein weiteres hausinternes Treffen, bei dem auch 2 Journalist*innen von Frontal21 zu Gast waren. Sie werden unseren Kampf filmisch begleiten und bei den geplanten Aktionen dabei sein. Auch ein Termin für das Hoffest wurde gefunden. Markiert euch den 24.03! Weitere Details zum Hoffest folgen natürlich, sobald es was konkretes zu berichten gibt.

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Treffen mit Dr. Fritz Felgentreu

Gestern haben sich Bewohner*innen der Else 75 mit Dr. Fritz Felgentreu, Mitglied des deutschen Bundestages für Neukölln, getroffen. Wir haben ihm unsere Situation erklärt, die er interessiert verfolgt hat. Wir freuen uns über jede Hilfe, die wir bekommen können.

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Unsere Bewohner*innen: Mario

Seit 2007 wohne ich in der Elsenstraße 75 im Aufgang 4. Ich mag die Wohnung nicht nur weil die Renovierung Zeit und Geld kostete, auch genieße ich die Ruhe im Seitenflügel sowie das angenehme Wohnklima und das freundliche Miteinander der Leute, die hier wohnen.

2003 mußte ich wegen Mietspekulationen vom Prenzlauer Berg nach Kreuzberg ziehen. Ich war sehr froh diese Wohnung gefunden zu haben als ich auch von Kreuzberg wegen Mietwucher weg musste. Eigentlich habe ich nicht vor noch ein drittes mal vertrieben zu werden.

Nun bin ich auch schon 11 Jahre hier und mit der Wohnung verwachsen und es wäre ein großes Problem für mich auszuziehen. Ich habe vor 8 Jahren eine Krebserkrankung mit heftiger Chemotherapie überstanden und wichtige Ärzte in der Nähe.

Ich mag die Umgebung mit dem Kanal und den nahen Treptower Park. Es gibt hier noch einen gesunden Mix an Menschen und ich hatte immer gehofft, das dass so bleibt. Das ist einfach mein Platz wo es mir gut geht und
ich will bleiben!!!

Mario Dietze

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Unsere Bewohner*innen: Peter Kazimierski

Herbst 1945. Die Kriegsfolgen sind in Eigenarbeit behoben, der Einzug in ein neues Leben beginnt für die 3-Generationen-Familie. Seither sind 73 Jahre vergangen und die Wohnung im Aufgang 5 ist unverändert mein Lebensmittelpunkt. Else 75 begleitet mich von der Geburt bis in den Lebensabend.

Peter Kazimierski

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