Demo Gemeinsam gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn am 6. April

Bei strahlendem Sonnenschein sind wir heute zahlreich zum Alexanderplatz gefahren, um gegen Mietenwahnsinn zu demonstrieren. Auch wenn unsere ungewisse Situation deutlich auf unsere Stimmung drückt, haben wir uns auf den Austausch mit zahlreichen anderen Berliner Initiativen gefreut, die sich mit dem Anliegen erschwinglichen Wohnraums befassen.
Dabei ist uns einmal mehr deutlich geworden, wie sehr wir als Berliner Mieter*innen doch alle im selben Boot sitzen. Wir machen uns dafür stark, dass alle Menschen ein Recht auf Wohnraum haben, und sei der Wohnungsmarkt in Berlin noch so angespannt.

Es war wunderbar zu sehen, wie viele Menschen heute auf die Straße gegangen sind, damit in unserer Stadt auch in Zukunft ein Miteinander möglich ist, in dem sich auch Leute ohne hohes Einkommen wiederfinden. Beeindruckend waren auch die langen Schlangen an den Unterschriftenständen des Volksbegehrens zur Enteignung großer Wohnungskonzerne – ein starkes Zeichen dafür, dass viele sich eine klare Veränderung wünschen.

Die Freude über soviel Solidarität hat uns an diesem Nachmittag Kraft für unser weiteres Engagement gegeben. Es ist für uns noch einmal sehr deutlich geworden, dass wir eine sinnvolle Sache tun – auch und gerade wenn wir jenseits unserer Haustür diejenigen unterstützen, die von Verdrängung und Mietenwahnsinn betroffen sind. Einige von uns waren am Nachmittag daher auch in der Wrangelstraße präsent, wo Besetzer*innen eines kleinen Ladens – der ebenso wie das gesamte Haus, bis auf zwei Wohnungen, bereits seit vier Jahren entmietet wurde – von massivem Polizeiaufgebot eingekesselt wurden.

Die Teilnehmer*innenzahl der Demo heute wurde auf 35-40.000 geschätzt. Das sind zwar nochmal mehr als bei der letzten Mietenwahnsinn-Großdemo, doch wir sind sicher: Beim nächsten Mal werden wir mindestens 350.000 sein, denn Wohnen geht uns alle an!

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